Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement ist eine Kernaufgabe des Managements. Es bezeichnet alle organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und damit den Produkten jeglicher Art dienen. Der Aufbau eines QM-System verfolgt nachstehende Ziele:

  1. Qualität wird definiert.
  2. Qualitätsziele werden vereinbart.
  3. Strukturen und Abläufe werden transparent.
  4. Informationskanäle und Entscheidungswege werden festgelegt.
  5. Spielregeln und Verhaltensweisen werden ggf. neu definiert.
  6. Verbesserungsvorschläge werden systematisch umgesetzt.

Erfolgreiche Unternehmen nutzen ein solches Managementsystem, da es alle Elemente verknüpft, die für das erfolgreiche Funktionieren einer Organisation benötigt werden. Sie kennen die Anforderungen ihrer Kunden und prüfen regelmäßig, ob und wie sie ihre Produkte und Leistungen verbessern können. Dadurch steigern sie ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Exzellente Organisationen erzielen dauerhaft herausragende Leistungen, welche die Erwartungen aller ihrer Interessengruppen erfüllen oder übertreffen. Sie haben ein hohes Qualitätsbewusstsein, denken prozessorientiert und ermöglichen erfolgreiche Veränderungs- und Entwicklungsprozesse. Sie nutzen ihr Managementsystem als Instrument der Organisationsentwicklung.

Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001

Die DIN EN ISO 9001 ist ein internationaler Standard, nach dem ein QM-System zertifiziert werden kann. Ein nach DIN EN ISO 9001 zertifiziertes QM-System ist damit weltweit anerkannt.

In Branchen wie der Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Medizintechnik, Teilen der Gesundheitsversorgung, der medizinischen Rehabilitation oder der Arznei- und Lebensmittelherstellung ist ein Qualitätsmanagementsystem vorgeschrieben. Es unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung von Verordnungen und fördert Transparenz, das Vertrauen der Kunden und die Marktfähigkeit des jeweiligen Unternehmens.

Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

Mit Inkrafttreten der Qualitätsmanagementrichtlinie (QM-RL) im November 2016 hat der Gemeinsame Bundesausschuss einheitliche Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für alle an der stationären, vertragsärztlichen, vertragspsychotherapeutischen und vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Leistungserbringer nach § 135a Absatz 2 Nummer 2 SGB V formuliert sowie Ziele, Methoden und Instrumente bestimmt. Eine Zertifizierung eines solchen QM-Systems ist keine Pflicht. Auch werden keine Empfehlungen für ein bestimmtes Verfahren (DIN EN ISO 9001, QEP, EPA, EFQM, KTQ u.a.) ausgesprochen.